Der mannsgroße Waller erbarmt sich
Freitag Nachmittag in #Ammelshain auf Welspirsch. Ich bin später als sonst da und will den Tauchgang erst gegen halb 6 beginnen. Der Wels soll ja Dämmerung lieben. So bleibt mir Zeit zum Schnorcheln, 5mm Neopren hab ich dabei und für die Kamera brauch ich an der Oberfläche keine Blitzarme – bin also ultrakompakt und beweglich.
Schon auf dem Weg zum „Schutzgebiet“ entdecke ich auf „2 Uhr“ voraus in gleicher Tiefe schemenhaft einen mächtigen Wels.
Die Sicht war für Ammelshainer Verhältnisse sehr mies (teils unter 2m – bei Sonnenlicht von hinten auch mal knapp 5. Mein Herz schlug höher. Doch als er im Flachbereich plötzlich einen halben Meter neben mir vorbeischwamm und mich dann immer wieder begleitete, war fast, wie eine Walhaibegegnung ;). Er scheint tatsächlich dort seine „Brutmulde“ zu verteidigen.
Ärgerlicherweise hatte ich nicht mein neues Weitwinkel aufgezogen, doch sind einige Bilder super geworden. Man kann sowohl einen Fischegel überm rechten Auge erkennen, als auch eine klaffende Wunde an der linken Seite. Hoffentlich entzündet sich das nicht.
Beim anschließenden Tauchgang hatte ich zwar nicht noch einmal das Glück, aber drei mal Schlei-Sichtung. Die eine hatte eine merkwürdige Verfärbung im Bauchbereich. War das eine Welsbegegnung? Ansonsten gab es wieder reichlich Fisch, doch gefühlt nur halb so viele Hechte wie vor dem Winter. Drei gewaltige Flussbarsche kreuzten meinen Weg außerhalb der „fotogenen“ Zone. Die hatten ihre 50 cm!





















